Aktuelles

Nicht update, sondern Umkehr!

Liebe Brüder und Schwestern,

im September begehen wir zwei Festtage, die das Wesen unseres Glau­bens in besonderer Weise zum Ausdruck bringen: Am 14. Septem­ber das Fest Kreuzerhöhung und am darauffolgenden Tag das Gedächtnis der Schmerzen Mariens, das in diesem Jahr allerdings vom Sonntag verdrängt wird.
Diese beiden Tage sind innerlich auf einander bezogen. An Kreuzerhöhung betrachten wir das Kreuz als Siegeszeichen Christi. Am folgen­den Tag steht dann das Mitleiden mit Christus im Zentrum. Maria steht unter dem Kreuz. Sie, das Urbild der Kirche, hält bei ihm aus, nimmt Teil an seinem Leiden.
Christsein heißt teilhaben am Kreuz unseres Erlösers. Und dies hat immer mit Opferbereitschaft zu tun. „Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ (LK 9,23.) Es geht also nicht um Selbstverwirklichung, sondern um Selbsthingabe. Nicht ich stehe im Zentrum, sondern ER, der für mich gestorben ist.
Von hierher ist auch die Kirche zu denken und zu verstehen. Kirche ist keine menschliche Institution, die sich selbst gestalten kann, sondern Stiftung Gottes. Aus der geöffneten Seite Christi entspringen die Sakramente. Hier hat auch die Kirche ihren Ursprung und erhält von hier ihre Kraft. Daher braucht die Kirche – wie Maria – kein Update. Vielmehr ist eine Neuausrichtung auf das Kreuz und den, der daran hängt, von Nöten. Es bedarf der Umkehr. Die Kirche und alle Gläubige müssen sich wie Johannes zu Maria gesellen, um mit ihr in Treue unter dem Kreuz zu stehen und den zu betrachten, der an ihm hängt, den Sieger über Sünde und Tod.
Zu dieser Betrachtung lädt uns auch die Kreuzwoche ein, in der sich das Bistum Limburg um das Kreuz Christi versammelt, das ihr spirituelles Zentrum und Kraftquelle sein soll. Bitten wir Gott auf die Fürsprache unserer schmerzensreichen Mutter, dass uns und unserem Bistum die notwendige Neuausrichtung gelingt.

Ihnen einen gesegneten September und eine gnadenreiche Kreuzwoche
Ihr

P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

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Instrumente für Ghana
Father Michael Mensah, Priester der Erzdiözese Accra in Ghana und Mitarbeiter des dortigen Priesterseminares, ist mit einer etwas ungewöhn­lichen Bitte an uns herangetreten. Er sucht Instrumente für die ca. 250 Seminaristen des St. Paul‘s Catholic Seminary. Diese sollen lernen, sich auch in die muskalische Gestaltung der Gottesdienste aktiv und vielfältig ein­zubringen. Daher sammelt Father Mensah, der regelmäßig Sommer­vertre­tungen in St. Bonifatius Wiesbaden macht, gebrauchte Instrumente, die er dann nach Hause schickt. Dort erlernen die Studenten mit Hilfe von YouTube-Videos die Beherrschung der Instrumente, die sie dann im Gottes­dienst spielen.
Eine sehr schöne Idee, die der Kirchort Deutschorden gerne fördern möchte. Wenn Sie also spielfähige, gebrauchte Instumente haben, die in Ihrer Familie nicht mehr benutzt werden, würden wir uns freuen, diese für Father Mensah in Empfang zu nehmen. Bitte melden sich einfach per Telefon oder senden Sie uns eine E-Mail.

 

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