Aktuelles

„O du hochheilig Kreuze.“

Liebe Brüder und Schwestern,

in unserer Taufkapelle bewahren wir den wohl wertvollsten Schatz unserer Deutschordenskirche auf. Es ist ein schön gearbeitetes, barockes Silberreliquiar, das unserer Kirche 1779 von der Ordens­zentrale in Mergentheim gestiftet wurde. Aber so schön die Silber­schmiede­arbeit auch sein mag, der Schatz ist nicht das Reliquiar selbst. Vielmehr befindet sich dieser in ihm. Es sind die beiden fast unscheinbaren Holzstückchen, die man durch das Glas in der Mitte sehen kann: Partikel des Kreuzes Christi.

Den Wert dieser Kreuzpartikel kann man nicht in Geld messen. Er entzieht sich irdischen Maßstäben und leuchtet nur dem gläubigen Herzen auf. „Wer kann genug dich loben, da du all Gut umschlossen, das je uns zugeflossen,“ so beschreibt es die dritte Strophe des spätestens 1600 erstandenen Hymnus „O du hochheilig Kreuze“ (GL 294). Das Kreuz ist durch die Selbstaufopferung Christi zum Zeichen der unendlichen Liebe Gottes geworden, von dem der Quell des Heiles entspringt. So wurde das Hinrichtungswerkzeug zum Zeichen der Gnade für die Welt – das Zeichen der Schande zum Zeichen des Triumphes – zum „Siegeszeichen“, wie es unser Hymnus in seiner 6 Strophe nennt, „vor dem der Feind erschricket, wenn er es nur erblicket.“

Zu dieser neuen und erneuernden Sicht auf das Kreuz lädt uns in jedem Jahr das Fest Kreuzerhöhung ein. Nicht mit den Tränen der durchwachten Nacht am Ölberg und dem Mitleid mit den Schmerzen der Passion sollen wir auf das Kreuz schauen, wie wir es an Karfreitag taten, sondern im Licht der Auferstehung Christi sollen wir es betrachten voll Zuversicht und Freude.

Diese neue Sichtweise kann uns guttun, gerade auch in diesen Tagen, die bei vielen geprägt sind von Unsicherheiten, Ängsten und Sorgen, die mit der Corona-Pandemie und ihren Folgen verbunden sind. Blicken wir also auf das Kreuz, denn es erhält seine Kraft von dem, der daran gehangen hat, vom Sieger über Sünde und Tod, von unserem Herrn Jesus Christus, der den Tod besiegt und das Leben neugeschaffen hat.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie erfahren, was die 9. Strophe unseres Hymnus erbittet: „Zeig deine Kraft und Stärke, beschütz uns all zusammen, durch deinen heiligen Namen.“

Ihnen und allen, die Ihnen am Herzen liegen, ein gnadenreiches Kreuzfest und einen gesegneten September.

P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

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Veränderungen im Deutschordenskonvent

Vor acht Jahren wurde unser Konvent erneut Sitz des Noviziates der Deutschen Brüderprovinz. Er war es zuvor schon bis 2001. Dies ändert sich nun in diesem Jahr wieder. Die Provinzleitung hat beschlossen, das Noviziat erneut nach Maria Birnbaum zu verlegen, wo es schon zwischen 2001 und 2012 war. Gleichzeitig endet meine Zeit als Novizenmeister, aber auch – und dies ist viel wichtiger – die Zeit in der das Leben und besonders die Liturgie in unserer Deutschordenskirche von den Novizen bereichert wurde.Wie wir die Lücken schließen werden ist noch offen, aber ich bin sicher, dass es uns gelingen wird. Vielleicht kennen Sie ja Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene, die Interesse haben, sich als Ministranten in der Liturgie zu engagieren, oder möchten dies selber tun. Bitte stellen Sie einfach einen Kontakt zu uns her.

Gleichzeitig möchte ich die Gelegenheit nutzen, allen Novizen, die in den letzten acht Jahren hier bei uns waren, für ihr Engagement und ihre Mithife zu danken. Ein besondere Dank gilt unseren letzten beiden Novizen fr. Ivica Križ und fr. Ignatius Kubik, die uns am 9. September verlassen werden, um sich durch Exerzitien auf ihre Profess am 19. bzw. 26. September vorzubereiten. Wir wünschen Ihnen alles Gute und Gottes Segen und hoffen, dass sie uns das ein oder andere Mal besuchen werden.

P. Jörg

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Anmeldung für Gottesdienste in der Deutschordenskirche

An den Sonn- und Feiertagen sowie für die Messe in der außerordentlichen Form am Herz-Jesu-Freitag ist eine Anmeldung erforderlich. Eine Zulassung zur Messe ohne Anmeldung kann nur erfolgen, wenn die Zahl der Anmeldungen geringer als die Maximalzahl von 48 Gottesdienstbesuchern ist. (Diese Zahl ergibt sich aus dem vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 m.)
Bitte melden Sie sich bis spätesten 24 Stunden vor Beginn des Gottesdienstes an, damit wir Sie informieren können, ob für Sie ein Platz reserviert werden konnte.
Sie erhalten eine Rückmeldung.

Anmeldung online unter: www.deutschordenskirche.de/anmeldung (Bitte anklicken)

 

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag bis Samstag: 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr
sowie vor und nach den Gottesdiensten.
Änderungen vorbehalten.

 

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