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Schutzfrau von Anbeginn

Liebe Brüder und Schwestern,

Thronende Madonna, um 1325, Wandmalerei im Kapitelsaal der Marienburg

der meines Erachtens schönste Titel der Gottesmutter Maria im Deutschen Orden lautet: „Schutzfrau des Ordens von Anbeginn“. Er ergibt sich historisch aus dem Namen, den die Gründer unserer Gemeinschaft, Kaufleute aus Bremen und Lübeck, wählten und den der Orden bis heute offiziell trägt: „Ordo fratrum domus hospitalis Sanctæ Mariæ Teutonicorum in Jerusalem“ – „Orden der Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem“.
Dieser Tradition entsprechend wurde in der Anfangsphase den meisten Ordens­kirchen ein Marienpatrozinium gegeben. So auch unsere Deutsch­ordens­kirche, die 1309 dem Geheimnis der Himmelfahrt Mariens geweiht wurde.
Überdies zierte die Hauptfahne des Ordens, die im Mittelalter den Rittern in die Schlachten voranzog, eine Darstellung der Gottesmutter. Sie wies den Rittern den Weg, begleitete sie im Kampf und markierte den Ort, an dem man sich nach der Schlacht sammelte. Die Ritter scharten sich so – im wahrsten Sinne des Wortes – um Maria, die Mutter Christi, die sie als ihre Herrin und Schutzfrau betrachteten.
Der Titel ist aber auch Ausdruck einer allgemeinen kirchlichen Erfahrung. Nicht umsonst beginnt das älteste Mariengebet der Kirche, dessen erster Beleg sich bereits auf einem griechischen Papyrusfragment aus dem dritten Jahrhundert findet, mit den Worten: „Unter Deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin“. Es ist Ausdruck des Wissens, dass Christus in Johannes, der mit Maria unter dem Kreuz stand, die ganze Kirche der mütterlichen Sorge Mariens anvertraut hat: „Siehe, dein Sohn“ – „Siehe, deine Mutter.“ (Joh 19, 26f.)
Deshalb ist die Marienverehrung nicht nur ein Teil der katholischen Volksfrömmigkeit neben anderen, sondern Ausdruck des Selbst­verständ­nisses der Kirche als Gemeinschaft der Brüder und Schwestern Christi. So lehrt das II. Vatikanische Konzil: „Wie die Mutter Jesu … Bild und Anfang der … zu vollendenden Kirche ist, so leuchtet sie auch hier auf Erden … als Zeichen der sicheren Hoffnung und des Trostes dem wandernden Gottesvolk voran.“ (Lumen Gentium 68)
Wir alle, die ganze Kirche darf Maria also als „Schutzfrau von Anbeginn“ betrachten, ist die Kirche doch aus der Seiten­wunde Christi hervorgegangen, die die Quelle aller Sakramente ist, wie schon der heilige Augustinus lehrte. Dem entsprechend scharte sich die junge Kirche um Maria, als sie nach der Himmelfahrt Christi die Herabkunft des Heiligen Geistes im Gebet erwartete. (Vgl. Apg 1,14) Und auch wir sind immer wieder dazu eingeladen, bei Maria unsere Zuflucht zu nehmen, wissen wir doch, dass sie unsere Mittlerin und Fürsprecherin bei ihrem Sohn, Jesus Christus ist.
Ich wünsche Ihnen und allen, die Ihnen am Herzen liegen, auf die Fürsprache Mariens, der Schutzfrau unseres Ordens von Anbeginn, einen gesegneten Februar
Ihr
P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

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