Aktuelles

Liebe Brüder und Schwestern,

die erste Kreuzesdarstellung, die wir kennen, ist ein Graffiti, das in einer antiken Kaserne auf dem Palatin in Rom gefunden wurde. Sie stammt aus dem frühen 2. Jahrhundert und zeigt den Gekreuzigten mit einem Eselskopf, einen Soldaten unter dem Kreuz und dazu den Spruch „Alexamenos betet seinen Gott an“. Offenkundig sollte ein Soldat, der Christ war, wegen seines Glaubens verspottet werden. Für seine Kameraden war das Kreuz ein Folterinstrument und jeder, der daran starb ein Gescheiterter. Und wer an so einen glaubte und ihn auch noch als Gott verehrte, der war für sie ein Narr.
Für Alexamenos aber war das Kreuz kein Zeichen des Scheiterns, der Niederlage, sondern das Zeichen der Hoffnung, das Zeichen des Sieges Christi über den Tod. Und zwar nicht nur über seinen eigenen Tod, sondern über den Tod schlechthin. Denn Alexamenos glaubte mit der Kirche, dass Christus als er sein Kreuz trug, in Wirklichkeit unser Kreuz getragen hat, unser Sünden und unsere Schuld. Diese hat er am Kreuz gesühnt, indem er, der ohne Sünde war, sein Leben hingab und so den Sündern, die auf ihn vertrauen, das Leben erworben hat. Er, der den Tod überwand, weil er das Leben selber ist.
Diese Sichtweise des Kreuzes wird aber seit jeher abgelehnt und verlacht, wie das erwähnte Graffiti vom Palatin zeigt, das sich durchaus auch heute als Karikatur in einer Zeitschrift finden könnte. Sie wird abgelehnt und verlacht, weil sie der Logik unserer Welt widerspricht, die ihre ganze Hoffnung auf Besitz und Macht richtet und letztlich selbstzentriert und egoistisch ist. Das Kreuz aber zeugt von einer anderen Logik: Von der Logik der Liebe, die in der Selbsthingabe, in der Aufopferung für andere ihre Vollendung findet, weil sie den anderen und sein Wohlergehen in den Mittelpunkt stellt.
Daher verehren wir das Kreuz Christi, denn es offenbart die Liebe jenes Gottes, der für uns und zu unserem Heil seine Ewigkeit verlässt, um uns durch seinen Tod am Kreuz das Leben zu schenken. Und es lädt uns ein, unser Leben nach dieser Logik umgestalten zu lassen. Das Fest Kreuzerhöhung, das wir in diesem Monat feiern, ist eine gute Gelegenheit diese Sichtweise neu einzunehmen, indem wir das Kreuz betrachten und wie Alexamenos den anbeten, der für uns an ihm den Tod erlitten hat.

Ihnen und allen, die Ihnen am Herzen liegen, einen gesegneten September

P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

___________________________________________

Erstkommunion 2022 in Deutschorden
Wie im vergangenen Jahr möchten wir wieder einen Erstkommunionkurs anbieten. Er soll Mitte Oktober beginnen und richtet sich sowohl an Kinder, die die Messe in der ordentlichen, als auch an solche, die die Messe in der außerordentlichen Form besuchen. Daher werden wir auch beide Formen besprechen und die Unterschiede, aber auch die vielen Übereinstimmungen kennenlernen. Nach jetzigem Stand wird der Unterricht am frühen Samstag­nach­mittag stattfinden.
Die Erstkommunion planen wir für beide Formen am Weißen Sonntag, den 24. April 2022.
Wenn eines Ihrer Kinder oder Enkelkinder im entsprechenden Alter (ca. 3. Schul­jahr) sein sollte, melden Sie es per Email (rektor@deutschordenskirche.de) oder formlos per Brief an. Bitte geben sie dabei Namen, Adresse, Telefonnummer und Alter des Kindes an.

___________________________________________

Neue Regeln zum Infektionsschutz
Auf Grund der stark gesunkenen Infektionszahlen wurden die Regeln zum Infektionsschutz deutlich erleichtert. So dürfen z.B. nun bis zu 10 Personen aus verschiedenen Haushalten zusammensitzen. Ein Abstand von 1,5 m ist dann zur nächsten 10-Gruppe vorgeschrieben. Daher können wir in unserer Kirche nun bis zu 120 Gläubige zulassen.

Hieraus folgt:

  • Am Sonntag fallen die zusätzlichen Gottesdienste um 8.30 Uhr (ordentliche Form) und 16.00 Uhr (außerordenliche Form) weg.
  • Eine Voranmeldung ist nur noch bei besonderen, einzeln ausgewiesenen Gottesdiensten nötig.
    Die Registrierung beim Betreten der Kirche bleibt jedoch erforderlich. Download Registrierungsformular.
    Eine Registrierung ist auch über die Luca-App möglich Hier können Sie die App herunterladen:

Kommunionspendung:

Die Mundkommunion ist wieder erlaubt. Sie erfolgt nach der Spendung der Handkommunion. Nach jeder Spendung als Mundkommunion hat der Priester sich die Finger (z.B. mit einem Desinfektionstuch) zu desinfizieren.

___________________________________________

Ministranten gesucht
Für die feierliche Gestaltung unserer Gottesdienste sind Ministranten unerlässlich. Wenn Sie daher Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene kennen, die Interesse haben, sich als Ministranten in der Liturgie zu engagieren, oder dies selber tun möchten, melden Sie sich einfach bzw. stellen Sie einen Kontakt zu uns her.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag bis Samstag: 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr
sowie vor und nach den Gottesdiensten.
Änderungen vorbehalten.
An Sonn- und Feiertagen ist derzeit keine Besichtigung möglich!!!

Print Friendly, PDF & Email