Aktuelles

„Meine Augen habe das Heil gesehen, das Du vor allen Völkern bereitet hast.“

Liebe Brüder und Schwestern,

diese Worte des greisen Simeon betet die Kirche an jeden Abend in ihrem Nachtgebet, der Komplet. Sie stammen aus dem von Lukas überlieferten Bericht über die Darstellung des Herrn, die wir am 2. Februar begehen. Mit diesem Fest endete traditionell die Weihnachtszeit. Auch wenn die Liturgie­reform nunmehr das Fest Taufe des Herrn als Ende der Weihnachtszeit festlegt, hat es doch seinen weihnachtlichen Charakter bewahrt und bildet  letztlich immer noch den Abschluss des Weihnachtsfestkreises. So werden vielerorts – wie  bei uns – die Krippen und die Weihnachtsbäume erst nach oder zu diesem Fest abgebaut.
Maria und Josef bringen Christus, wie es das jüdische Gesetz vorsah, in den Tempel, um ihn Gott darzustellen und auszulösen sowie für Maria das Reinigungsopfer darzubringen. So kommt Jesus das erste Mal in das Haus seines Vaters und begegnet in der Gestalt von Simeon und Hanna dem auf die Ankunft des Messias wartenden Volk. Und Simeon erkennt den, der ihm begegnet und legt Zeugnis für ihn ab: „Nun lässt Du Herr, Deinen Knecht in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen, das Du vor allen Völkern bereit hast, ein Licht das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ Und diese Worte stehen am Ende des Weihnachtsfestkreises und jeden Tages.
Was wir an Weihnachten gefeiert haben, soll fortwirken. Wir sollen erkennen, dass die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus nicht etwas Vergangenes ist, sondern etwas, das bis in unser Leben hineinwirkt und es erleuchtet. Die Herrlichkeit Gottes, seine liebende Gegenwart, die in diesen Tagen neu aufgestrahlt ist, sollen wir auch an jedem Tag unseres Lebens entdecken. Und wir sollen Gott hierfür danken und wie Maria alles in unserem Herzen bewahren und darüber nachdenken, um immer tiefer in das Geheimnis der Liebe Gottes einzudringen. Jenes Gottes, der uns Menschen so nahekommen wollte, dass er einer von uns geworden ist.
Dass Sie diese Nähe Gottes spüren und ihn hierfür immer neu preisen, das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen – in diesem Februar und an allen Tagen Ihres Lebens.
Ihr
P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

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„Thema Glauben – Vorträge in Deutschorden“
Mittwoch, den 13.02. um 19.30 Uhr
Sakramente – Keine Schnäppchen, sondern Geschenke
Überlegungen zu einer besseren Sakramentenpastoral
von Pfarrer Robin Baier
Pfr. Robin Baier, Priester der Diözese Limburg und derzeit Militärgeistlicher in Fritzlar, geht in seinem Vortrag einem zentralen Missstand der Verkündigung auf den Grund, der seit Jahrzehnten den Glauben vieler Katholiken verkümmern ließ und sie der Kirche entfremdet hat.
Hierbei helfen seiner Meinung nach nicht Anpassung an den Zeitgeist und niederschwellige Angebote, die den Menschen nichts mehr zutrauen. Im Gegenteil sieht er eine Hauptursache für den dramatischen Glaubensrückgang in der meist nur oberflächlichen Glaubensvermittlung durch die Pfarreien.
Aus konkreten Erfahrungen, die er in seiner Pfarrexamensarbeit reflektierte, entwickelt Pfr. Baier Ideen zu einer verbesserten Sakramentenpastoral.
Eintritt: € 5,- (ermäßigt: € 2,50)

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Teilhabe am Leben der Deutschordenskirche
Sie kommen regelmäßig in die Deutschordenskirche?
Vielleicht haben Sie Freude daran, sich in das vielfältige Leben unserer Kirche aktiv einzubringen, etwa in der Liturgie durch die Übernahme eines Lektoren- oder Ministrantendienstes, bei der Organisation und Durchführung des Kirchort-Festes, durch die Mitgestaltung der homepage oder mit einer eigenen Idee? Sie sind uns herzlich will­kommen! Sprechen Sie uns bzw. Pater Jörg Weinbach OT einfach mal beim Sonntagskaffee oder einer anderen Gelegenheit an.
Wir freuen uns darauf mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!
Die Mitglieder des Beirats der Deutschordensordenskirche:
Christamaria Poßner, Roland Sieber, Manfred Elberfeld, Michael Poßner, Schwester Evelyn Okoro und Michael Christof