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„Bilde unser Herz nach Deinem Herzen“

Liebe Brüder und Schwestern,

immer wieder hören wir vom „Bildungsnotstand“. Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein Mangel an Lehrkräften und Lehrmitteln, aber auch die Erfahrung, dass unsere Schüler im internationalen Vergleich immer schlechter abschneiden. Als Gegenmittel wird dann regelmäßig eine „Bildungsoffensive“ gefordert: Mehr Lehrer, mehr Mittel, mehr Geld.
Auch in der Kirche können wir einen Bildungsnotstand erkennen: Das Glaubenswissen ist auf ein so bedenkliches Niveau abgesunken, dass nicht einmal die Grundbegriffe mehr bekannt sind. Schon in meiner Schulzeit gab eine Mitschülerin auf die Frage nach der Dreifaltigkeit „Jesus, Maria und Josef“ zur Antwort. Nun könnte man natürlich positiv werten, dass diese Antwort immerhin drei Personen nennt und überdies zu einem Drittel richtig ist. Dies wäre aber ziemlich zynisch.
Aber selbst bei denen, die solche Glaubensinhalte noch wiedergeben können, liegt häufig ein Bildungsnotstand vor. Denn christlicher Glaube ist nicht eine Ansammlung an Dogmen, sondern eine Beziehung zum Dreifaltigen Gott. Und dies ist zunächst eine Frage der Herzensbildung.
„Bilde unser Herz nach Deinem Herzen“ so lautetet die abschließende und zentrale Bitte der Herz-Jesu-Litanei (GL 564). Genau hierum geht es im christlichen Glauben. Dies zu ermöglichen, sollte letztlich das Ziel allen kirchlichen Handels sein. Als Mittel hierfür sind uns die Sakramente geschenkt, besonders das Allerheiligste Sakrament des Altares, in dem sich Christus selber uns schenkt, um in unseren Herzen seine Wohnung zu errichten.
Die Hochfeste Fronleichnam und Heiligstes-Herz-Jesu, die wir in diesem Monat feiern, laden uns zu einer „Bildungsoffensive“ ein, um dem Bildungsnotstand in der Kirche, aber auch in unseren eigenen Herzen Abhilfe zu schaffen. Lassen wir uns diese Chance zur Herzensbildung nicht entgehen, öffnen wir uns für die Liebe Christi, die uns begegnen möchte, um unsere Herzen zu bilden.

Ihnen und allen, die Ihnen am Herzen liegen, einen gesegneten Juni
Ihr
P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

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