Aktuelles

Herzensangelegenheit

Liebe Brüder und Schwestern,

am dritten Freitag nach Pfingsten, feiern wir das Hochfest des Heiligsten Herzen Jesu. Es greift einen Aspekt des Karfreitags auf, der an diesem vom Leiden und Sterben Jesu überlagert wird, die Öffnung des Herzens Jesu durch den Lanzenstich des Soldaten. Hierzu bemerkt der Apostel und Evangelist Johannes: „Und sogleich floss Blut und Wasser heraus. Und der es gesehen hat, hat es bezeugt und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres sagt, damit auch ihr glaubt.“ (Joh 19, 34b-35.) Schon die frühe Kirche erkannte, dass der Evangelist Johannes hier nicht nur ein historisches Faktum berichten wollte, sondern zugleich eine theologische Deutung des Opfertodes Jesu gibt. Aus seinem geöffneten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche, ja die Kirche selbst. Es ist die Liebe Gottes, die sich hier offenbart und alle Menschen an sich ziehen will. Und Johannes berichtet dies, damit auch wir glauben und diesen Glauben, so wie er selbst dies getan hat, zur Grundlage unseres Lebens machen. „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ (Joh 3,16.)
Wunderbar wird dieses Geheimnis im Lied „Herz Jesu, Gottes Opferbrand“ (GL 371) zum Ausdruck gebracht, das unsere Beziehung zu Christus beschreibt bzw. wie diese aussehen sollte. Sein Text stammt aus der Feder des katholischen Schriftstellers Franz Johannes Weinrich (1897-1978), der ihn 1934 unter dem Eindruck und als Antwort auf die beginnende Herrschaft der Nationalsozialisten schrieb.

„Herz Jesu, Gottes Opferbrand, der unsre Lieb‘ entfachte!
O Herz, in Nacht zu uns gesandt, als Schuld den Tod uns brachte!
Wir stachen dich mit Spott und Wut,
du tauftest uns mit deinem Blut.
Nun müssen wir dich lieben.“ 

Jesu Tod am Kreuz ist die Antwort der Liebe Gottes auf unsere Sünden. Denn er hat „kein Gefallen am Tod des Schuldigen, sondern daran, dass ein Schuldiger sich abkehrt von seinem Weg und am Leben bleibt.“ (Ezechiel 33,11) Wir aber sollen auf diese Liebe antworten und diese Antwort soll unser ganzes Leben prägen.

„Wer liebt, der kehrt zu dir nach Haus, und ist der Nacht entrissen.
Er sendet neu mit dir sich aus als Licht zu Finsternissen.
Du bist die Sonne, wir der Schein,
wir können ohne dich nicht sein
und ohne dich nicht lieben.“

Christus selbst gibt uns die Kraft zur Umkehr und dazu sein Licht, seine Liebe und Barmherzigkeit in die Welt zu tragen, indem wir seine Selbsthingabe nachahmen und so mit ihm und untereinander verbunden, seine Kirche werden. Aber auch dies ist ein Geschenk seiner Liebe.

„Herz Jesu, Trost der ganzen Welt, mach unser Herz zu deinem!
Nimm unsre Herzen ungezählt und mache sie zu einem.
Lass uns den Hass, das bittre Leid
fortlieben auch der dunklen Zeit:
Lass uns dein Reich erscheinen.“

Es ist die sich am Kreuz offenbarende Liebe Gottes, die wir am Fest des Heiligsten Herzen betrachten, damit sie unser ganzes Leben, ja uns selbst erneuert, weil wir seine Herzangelegenheit sind.

Ihnen und allen, die Ihnen am Herzen liegen, einen gesegneten Juni
Ihr
P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

 

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