Aktuelles

Liebe Brüder und Schwestern,

in diesem Jahr ist der Monat Februar wieder ausgespannt zwischen den beiden Polen der Menschwerdung Gottes. Mit dem Fest „Dar­stel­lung des Herrn“, im Volksmund auch „Maria Lichtmess“ ge­nannt, leuchtet am 2. Februar noch einmal das Licht der Weihnacht auf. Und mit dem Aschermittwoch, der in diesem Jahr auf den 26. Februar fällt und den Beginn der Festen­zeit markiert, sehen wir am Horizont bereits das Kreuz und werden dabei von der Liturgie an unser eigene Sterblichkeit erinnert: „Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst!“
Eigentlich müsste es uns ja klar sein: Vom ersten Atemzug an ist unser Schicksal besiegelt. Wir sind Todgeweihte. Aber dieses Faktum verdrängen wir oft. Der Tod scheint uns fern und das Leben etwas, an das wir uns klammern. Aber es nützt nichts. Und dies macht nicht wenigen Angst.
Wenn wir jedoch das Licht Christi wirklich in unser Leben lassen und auf Gott vertrauen, der uns in Christus entgegengeeilt ist, dann können wir selbst dem Tod mit Gelassenheit entgegen sehen. So wie der greise Simeon, den uns im Evangelium der Darstellung des Herrn vor Augen führt. Christus in seine Arme nehmend spricht er jene Worte, die die Kirche zum Höhepunkt ihres Nachtgebetes, der Komplet gemacht hat: „Nun lässt Du Herr Deinen Knecht, wie Du  gesagt hast, in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen, das Du vor unseren Augen bereitet hast. Ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für Dein Volk Israel.“
Dieses Licht, das uns an Weihnachten aufgeleuchtet ist und an Ostern den Tod besiegt hat, möchte auch unser Leben erhellen, damit wir mit Gelassenheit unseren Weg gehen können, in diesem Monat und alle Tage, die Gott uns schenkt.
Ihnen und allen, die Ihnen am Herzen liegen, wünsche ich einen gesegneten Februar.
Ihr

P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

 

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