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„Der Engel des Herr brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing vom Heiligen Geist.“

Liebe Brüder und Schwestern,

mit diesen Wort beginnt das Angelusgebet, das die Kirche dreimal täglich – morgens, mittags und abends – verrichtet. Einzig in der Osterzeit wird es durch das „Regina Caeli“ ersetzt.
Der „Angelus“ oder „Engel des Herrn“ meditiert die Menschwerdung Christi und erinnert uns so an den Beginn der Heilsgeschichte, den wir am 25. März, also genau neun Monate vor Weihnachten am Hochfest der Verkündigung des Herrn feiern.
Gott wird Mensch, er kommt uns ganz nahe, um unser Leben und Schicksal zu teilen. Aber er tut dies nicht ohne uns, sondern mit dem Menschen, indem er seinen Engel zu Maria, der Jungfrau sendet. Ihr „Mir geschehe nach deinem Wort“ macht die Menschwerdung Gottes erst möglich. Natürlich hätte Gott Maria auch einfach zwingen können, aber, da er die freie Antwort des Menschen möchte, tut er dies nicht. Selbst dann nicht, wenn wie im Falle der Gottesmutter sein gesamter Heilsplan davon abhängt. Maria musste zum Willen Gottes nicht Ja sagen, sie hätte sich auch anders entscheiden können. Aber Gott sei dank, hat sie es nicht getan.
Gott zwingt den Menschen nicht, er lässt uns unsere Freiheit. Was aber auf den ersten Blick großartig scheint, trägt auf den zweiten einen Fallstrick in sich, denn wenn Gott sich und seinen Willen dem Menschen nicht auszwingt, dann bin ich selbst verantwortlich für mein ewiges Schicksal, dann kann ich Gott nicht dafür verantwortlich machen.
„Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen. Liebe den HERRN, deinen Gott, hör auf seine Stimme und halte dich an ihm fest; denn er ist dein Leben“ (Deu 30, 19b-20a.), so hatte Gott seinem Volk verkündet. Und dies gilt auch für uns.
Wir müssen uns für Gott entscheiden, müssen wie Maria Ja zu seinem Willen sagen und uns ihm zur Verfügung stellen, wenn wir das Heil erlangen möchte. Er nötigt es uns nicht auf, aber er schenkt es uns, wenn wir ihn darum bitten. Er schenkt es uns durch das Leiden und Kreuz Christi, wie es auch das Abschlussgebet des Angelus zum Ausdruck bringt. So spannt der Angelus den Bogen von Weihnachten bis Ostern, ja sogar darüber hinaus. Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, die alte Tradition des Angelusgebetes wieder neu einzuüben. Jeden Mittag um Zwölf laden die Kirchenglocken uns hierzu ein.

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, / und sie empfing vom Heiligen Geist.
Gegrüßet seist Du, Maria …

Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn, / mir geschehe nach Deinem Wort.
Gegrüßet seist Du, Maria …

Und das Wort ist Fleisch geworden / und hat unter uns gewohnt.
Gegrüßet seist Du, Maria …

Bitte für uns, heilige Gottesmutter, / auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten: Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, Deines Sohnes erkannt. Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit und Auferstehung gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.

Ihnen eine gesegnete restliche Fastenzeit und ein gnadenreiches Hochfest der Verkündigung des Herrn.
Ihr

P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

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