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„Meine Seele preist die Größe des Herrn.“

Liebe Brüder und Schwestern,

am Beginn des Monats Juli feiern wir mit dem Fest Maria Heimsuchung eines der schönsten Marienfeste überhaupt: Nachdem Maria die Botschaft des Engels empfangen und die ihr zuteil gewordene Berufung angenommen hat, macht sie sich auf den Weg zu Elisabeth, die ebenfalls ein Kind erwartet. Maria möchte ihrer älteren Verwandten in der Endphase der Schwangerschaft beistehen und bei ihrem Gruß hüpft Johannes vor Freude im Leib der Mutter, da er die Gegenwart Christi, die Gegenwart Gottes spürt. So zeigt sich, dass Maria heimgesucht wurde, dass sie durch das Wirken des Heiligen Geistes Christus empfangen hat. Und die Freude des Täufers, sein Hüpfen steckt an. Elisabeth wird vom Geist erfüllt und preist Maria. Und auch Maria wird von der Freude angesteckt und spricht ihren großen Lobgesang, das Magnifikat, indem sie Gott preist, weil sich die Heilstaten Gottes in ihrem Leben wiederholt, ja erfüllt haben.
Aus diesem Grund hat sich die Kirche diesen Lobgesang zu eigen gemacht hat und betet ihn täglich in der Vesper. Was damals im Bergland von Judäa geschehen ist, will sich auch in unserem Leben ereignen. Wie Christus verborgen im Schoß seiner Mutter, in das Leben Elisabeths trat, so will er durch seine Kirche, deren Urbild Maria ist, auch in unser Leben treten. Besonders natürlich in der Eucharistie, aber auch überall dort, wo Christen durch ihr Handeln die Liebe Christi, die sie erfüllt, weiterschenken und dadurch erfahrbar machen. Und er schenkt auch heute Menschen das pro­phetische Gespür für diese Gegenwart, damit sie andere mit ihrer Glaubens­freude anstecken, damit auch diese von Freude erfüllt werden – Empfänger der frohen Botschaft – , um dann selbst in das Lob Gottes einzustimmen.
Gottes Liebe will auch in unseren Herz Wohnung nehmen, er möchte auch uns mit Freude erfüllen. Sein Heilshandeln ist nicht zu Ende, denn auch an uns und durch uns will er wirken, damit wir mit Maria rufen können: „Meine Seele preist die Größe des Herrn. … Denn der Mächtige hat Großes an mir getan.“

Ihnen und allen, die Ihnen am Herzen liegen, einen gesegneten Juli
Ihr
P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

 

 

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