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„Gütiger Gott, Jahr für Jahr erwarten wir voll Freude das Fest unserer Erlösung. Gib, dass wir deinen Sohn von ganzem Herzen als unseren Retter und Heiland aufnehmen, damit wir ihm voll Zuversicht entgegengehen können, wenn er am Ende der Zeiten als Richter wiederkommt. Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.“     (Tagesgebet der Vigilmesse von Weihnachten)

Liebe Brüder uns Schwestern,
in diesen Wort des Tagesgebets der Vigilmesse von Weihnacht ist das gesamte Festgeheimnis der Advents- und der Weihnachtszeit zusammen­gefasst:
Der Advent ist nicht „Warten auf´s Christkind“, er ist Warten auf das Offenbarwerden Gottes, auf sein Kommen als unser Retter und Heiland. Und dieses Kommen in Herrlichkeit am Ende der Zeiten soll das Fest unserer Erlösung sein.
Wir aber begehen Jahr für Jahr das Fest seiner Geburt, weil in diesem Fest die Liebe Gottes aufscheint. Die Liebe eines Gottes, der sich in Jesus Christus klein macht, damit wir ihm, dem Unendlichen begegnen können. Eines Gottes, der auch in unser Leben treten möchte, um es wie das der Hirten von Betlehem mit seinem Licht zu erleuchten und uns wie die drei Weisen aus dem Morgenland zur wahren Gottesverehrung zu führen.
Aber hierzu ist Aufmerksamkeit notwendig. Anders als die Bewohner Betlehems verschliefen die Hirten das Ereignis nicht, weil sie Wache hielten und die drei Weisen erkannten das Zeichen am Himmel, das die anderen Sterndeuter übersahen. Aufmerksamkeit aber erfordert Ruhe und Konzentration. Und genau diese will uns der Advent eigentlich schenken. Lassen wir uns daher nicht zu sehr ablenken durch den Lärm und Stress des Vorweihnachtsrummels, sondern nehmen wir usn die Zeit zu echte Besinnung auf den Reichtum der Liebe Gottes und unserer Erlösungsbedürftigkeit.

Ihnen und allen, die Ihnen am Herzen liegen, wünsche ich
– auch im Namen meiner Mitbrüder –
einen gesegneten Advent und ein frohes Weihnachtsfest
Ihr
P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

 

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