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Maria – Zeichen der Hoffnung und Quelle des Trostes

Liebe Brüder und Schwestern,

Entschlafung Mariens, DO-Kirche Ffm

ein Tafelbild unseres Hochaltars zeigt die Entschlafung Mariens. Wie die Legende berichtet, rief Maria die Apostel noch einmal zu sich, als sie spürte, dass ihr irdischer Lebensweg zu Ende ging. Wie eine Mutter auf dem Sterbe­bett ihre Kinder um sich sammelt, so scharte auch Maria die Kinder, die Christus ihr am Kreuz anvertraut hatte, um sich. Nicht weil sie deren Trost brauchte, sondern um diese zu trösten und ihnen Mut zu machen. Wie sie in ihrem ganzen Leben auf Gottes liebende Gegenwart vertraute und sich ihm und seiner Vorsehung überlies, so tut sie es auch in ihrem Sterben. Sie weiß, dass Gott treu ist und seine Dienerin nicht verlassen wird. Auch nicht im Tod, denn dieser wurde ja von ihrem Sohn bezwungen. So ist sie ganz gelassen, ganz ruhig, frei von jeder Angst.
Und ihr Vertrauen und ihre Zuversicht wurden nicht enttäuscht, denn „die unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter … wurde nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen.“ (Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariens.) „Als Erste empfing sie von Christus die Herrlichkeit, die uns allen verheißen ist, und wurde zum Urbild der Kirche in ihrer ewigen Vollendung. … Denn ihr Leib, der den Urheber des Lebens geboren hat, sollte die Verwesung nicht schauen.“ (Präfation von Maria Himmelfahrt.) 
Wie die Apostel sollen auch wir von Maria jene Gelassenheit lernen, mit der sie dem Heimgang ins ewige Vaterhaus entgegengesehen hat, weil sie auf den vertraute, der sie vom Beginn ihres Daseins geliebt und geführt hatte. Jenen Gott, zu dessen Ruf sie „Ja“ gesagt hatte und dessen ewiger Sohn aus ihr durch das Wirken des Heiligen Geistes Fleisch annahm, um uns durch sein Leben und Sterben den Zugang zum ewigen Vaterhaus neu zu eröffnen.
So verweist die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel wie ihr ganzes Leben auf Christus, den Urheber des Heils. Daher ist sie „ein untrügliches Zeichen der Hoffnung und eine Quelle des Trostes.“ (Präfation von Maria Himmel­fahrt.) für alle, die durch die Taufe Glieder des Leibes Christi und Kinder Mariens geworden sind.

Ihnen und allen, die Ihnen am Herzen liegen, einen gesegneten August
Ihr
P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

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