Aktuelles

„Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst."

Liebe Brüder und Schwestern,
mit diesem „Weckruf“ beginnt die Fastenzeit. Er ruft uns die Endlichkeit des irdischen Seins in Erinnerung und ist so Aufforderung unser Leben zu überdenken. Wir sollen ein bewussteres Leben führen. Eines, das nicht blind ist für die Begrenztheit unserer Existenz, Sterben und Tod nicht verdrängt.
Und während wir diese Mahnung hören, wird uns Asche auf das Haupt gegeben. Asche auf dem Haupt ist ein altes Zeichen des Schuldein-geständnisses und der Umkehrbereitschaft. Eine Neuausrichtung ist gefordert.
Mit der Asche aber wird uns ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet. Das Zeichen unserer Hoffnung und Versöhnung, das uns der Priester sowie unsere Eltern und Paten bei der Taufe auf die Stirn gezeichnet haben. Auf Gott sollen wir uns ausrichten, er muss das Ziel unserer Umkehr sein. Denn in ihm ist Leben und Heil, er ist der einzige der aus Sünde und Tod retten kann, der Leben verspricht über den Tod hinaus. Er, der den Menschen aus Staub geformt und ihm Lebensatem gegeben hat.
Die Fastenzeit lädt uns ein, über uns selbst und unser Leben nachzudenken, einen ehrlichen und schonungslosen Blick darauf zu werfen. Sie ruft uns zur Umkehr, zu einem bewussteren Leben, zum Verzicht auf Unnötiges, um die Dankbarkeit zu fördern und das Wesentliche besser zu erkennen. Sie fordert Abkehr vom Bösen und Hinwendung zum Guten. Sie lädt uns ein unser Leben zu erneuern und unsere Beziehung zu Christus zu vertiefen. Uns neu dem zuzuwenden, der uns in der Taufe mithineingenommen hat, in das Geheimnis seines Todes und seiner Auferstehung, weil er will, dass mehr von uns bleibt als etwas Staub.
Ihnen eine gesegnete Fastenzeit
Ihr
P. Jörg Weinbach OT
         (Kirchenrektor)
 
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Besondere Angebote in der Fastenzeit

Das Geschenk der Taufe – Lesetreff in der Fastenzeit Advent
Dienstag, den 7.3., 14.3., 21.3., 28.3. und 4.4
jeweils um 20.00 Uhr im Refektorium des Klosters
In der frühen Kirche war die Fastenzeit eine Zeit der intensiven Vorbereitung auf die Taufe. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde dieser Aspekt wiederentdeckt. Gleichzeitig wurden die liturgischen Texte so gestaltet, dass sie alle Gläubigen einladen, über die Gnade und das Geschenk der Taufe nach­zudenken und sich so auf die Erneuerung des Taufversprechens in der Oster­nacht vorzubereiten. Dieser Vorbereitung will der Lesetreff in der Fastenzeit dienen: Jeweils am Dienstag um 20.00 Uhr wollen wir uns für ca. eineinhalb Stunden treffen, um das Evangelium des folgenden Sonntags gemeinsam zu lesen, im Hinblick auf das Taufgeheimnis zu betrachten und schließlich hierüber ins Gespräch zu kommen.
 
Frühschichten in der Fastenzeit
Donnerstag, dem 9.3., 16.3., 23.3., 30.3. und 6.4.
jeweils um 6.30 Uhr
Wie in den vergangen Jahren feiern wir die Messen an den Donnerstagen der ersten bis fünften Fastenwoche wieder als Frühschicht und laden im Anschluss zu einem einfachen Frühstück in den Konvent ein.

 

Musik  im Gottesdienst

Messe mit Kammerorchesters Collegium Musicum Frankfurt
4. Sonntag der Fastenzeit (Laetare), den 26. März um 10.00 Uhr
Die Messe am 4. Fastensonntag „Laetare“ wird musikalisch vom Kammer­orchester Collegium Musicum Frankfurt umrahmt. Das Orchester bringt Werke von Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach, Paul Hindemith und Jean Sibelius zu Gehör gebracht. Die Leitung liegt bei Jens-Uwe Schunk, der auch die Orgel spielen wird. Herzliche Einladung.

 

Vorankündigung für April

Die Restaurierung des Passionszyklus der Deutschordenskirche
Passionssonntag, den 2.4. um 15.00 Uhr
Die Deutschordenskirche beherbergt mit dem um 1325 geschaffenen Passions­zyklus, die vermutlich älteste erhaltene bildliche Darstellung in Sachsenhausen und eine der ältesten in ganz Frankfurt. Die Temperamalerei, die sich in einer Nische der Nordwand neben dem Annenaltar befindet, ist in Alter, Qualität und Ausführung vergleichbar den berühmten Malereien auf den Chorschranken des Kölner Doms. Dieser Passionszyklus wird derzeit mit Hilfe des Bistums Limburg, des hessischen Landesamtes für Denkmalpflege und des Förder­vereins der Deutschordenskirche restauriert
Am Passionssonntag, den 2. April wird das Ergebnis der Restaurierungsmaßnahme der Öffentlichkeit vorgestellt. Hierbei werden
Prof. Dr. Matthias Kloft (Diözesankonservator), Frau Dipl.-Rest. Christine Kenner (Leiterin des Dezernates Restaurierung im LfDH) sowie Frau Dipl.-Rest Birgit Schwieder (ausführende Restauratorin) werden ab 15.00 Uhr über die Arbeiten an diesem besonderen Stück Kultur und seine kunstgeschichtliche Einordnung berichten. Der Eintritt ist frei.

Wenn Sie die Restaurierung unterstützen möchten, klicken Sie hier.