Aktuelles

Seht das Kreuz, an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt.

Liebe Brüder und Schwestern,

nachdem Kaiserin Helena bei ihrer Wallfahrt ins hl. Land das wahre Kreuz Christi sowie sein Grab gefunden hatte, ließ ihr Sohn Kaiser Konstantin über dem Grab, die Anastasis, die Auferstehungskirche errichten, die bei uns meist Grabeskirche genannt wird. Diese wurde am 14. September 335 geweiht. Dabei richtete Bischof Makarios I. das Kreuz Christi auf, damit es von den Gläubigen verehrt werden konnte. Aus diesem Akt entwickelte sich mit der Zeit die Kreuzverehrung, wie sie in der Karfreitagsliturgie erhalten geblieben ist.

„Seht das Kreuz, an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt“, mit diesem Ruf, werden wir am Karfreitag aufgefordert, das Kreuz zu verehren.  Das Kreuz ist für uns nicht Zeichen des Scheiterns, des Todes, sondern das Zeichen des Sieges Christi, das Zeichen auch unseres Sieges, wenn wir auf ihn vertrauen. So ist es zum Zeichen der Christenheit geworden, zum Zeichen all jener, die Christus nachfolgen.

So hat auch unser Orden das Zeichen des Kreuzes gewählt, um in ihm auszuziehen, „den Menschen zu helfen und sie zu Christus zu führen“. (Brüderregel 65) Daher ist das Fest der Kreuzerhöhung auch das Titelfest unseres Ordens – man könnte auch sagen unser Namenstag. Das Geheimnis des Kreuzes soll in unserem Leben aufstrahlen, denn der daran gehangen hat, ist das Heil der Welt.

Kaiserin Helena nahm einen Teil des Kreuzes Christi mit nach Rom. Von diesem wurden Partikel abgetrennt und in Reliquiaren aufbewahrt, so z.B. in der Limburger Staurothek, die vermutlich der größte Schatz unserer Diözese ist. Und auch unsere Kirche hütet eine solche Kreuzreliquie. Sie ist in der Taufkapelle ausgestellt und lädt uns zur Verehrung ein. Das Fest der Kreuzerhöhung ist ein guter Anlass, das Geheimnis des Kreuzes zu betrachten. „Seht das Kreuz, an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt. Kommt, lasset uns anbeten.“

Ihnen einen gesegneten September

Ihr

P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

____________________________________________________________________

THEMA GLAUBEN – VORTRÄGE IN DEUTSCHORDEN

Dienstag, 16. August, 19.30 Uhr
Dr. Hanns-Gregor Nissing

Hl. Johannes Paul II.  – Staunend vor dem Menschen
Zum 40. Jahrstag der Wahl zum Papst
An der Wurzel des Denkens und Wirkens Karol Wojtylas als Philosoph und Priester, als Bischof und Papst stand das Staunen vor dem Menschen. Alle Päpste haben von Gott geredet, keiner hat so viel vom Menschen gesprochen wie Johannes Paul II. – Mit seinem „christlichen Humanismus“ hat er der Kirche einen Reichtum hinterlassen, der noch weithin unentdeckt ist.

Am 40. Jahrestag seiner Wahl zum Papst wird Dr. Hanns-Gregor Nissing allen Interessierten das Vermächtnis Johannes Pauls II. für unsere Zeit näherbringen.

Mehr erfahren