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„Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren,
und nicht in dir: Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.“   
(Angelus Silesius)

Liebe Brüder und Schwestern,

nun treten wir wieder ein in den Advent, die Zeit der Vorbereitung auf die Ankunft des Herrn – der Vorbereitung auf das Fest seiner Geburt und der Vorbereitung auf das Kommen Jesu als Richter der Welt.

Diese doppelte Vorbereitung kann aber nur gelingen, wenn Christus schon heute in unserem Leben ankommt. Ihm sollen wir neu unser Leben und unser Herz öffnen. So wie es der schlesische Arzt, Dichter und Priester Angelus Silesius prägnant zum Ausdruck brachte: „Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren, und nicht in dir: Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.“

In uns selbst soll Ankunft geschehen, in uns das Licht der Liebe Gottes neu aufstrahlen. Der Advent lädt uns daher ein, uns für Christi Kommen zu bereiten durch die Betrachtung der Liebe Gottes und durch Besinnung auf den Weg, den er uns weist, damit wir dereinst vor ihm bestehen können. Aber dies erfordert Mut, denn die Betrachtung des Lichtes seiner Liebe offenbart unsere eigenen Dunkelheiten und die Besinnung auf den Weg Christ das eigene Irregehen.

Und doch lohnt sich diese Vorbereitung, denn wenn Christus in unser Leben tritt und in unserem Herzen Wohnstatt nimmt, dann werden wir wie Hirten von Betlehem von Freude erfüllt, weil wir erkennen, dass alles so ist, wie es uns gesagt wurde: dass Gott sich den Menschen zuwendet, um ihr Schicksal zu wenden. Und wir werden wie die drei Weisen aus dem Morgenland, auf neuen Wegen gehen, denn Christus selbst wird der leuchtende Morgenstern sein, der uns den Weg weist.

Ihnen und allen, die Ihnen am Herzen liegen, wünsche ich – auch im Namen meiner Mitbrüder – eine gesegnet Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest

Ihr
P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

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