Aktuelles

Totus tuus,

so lautete der Wappenspruch des hl. Johannes Paul II., dessen Wahl zum 263. Nachfolger Petri sich am 16. Oktober zum 40. Mal jährt. In einem Zusatz zu seinem Testament reflektierte der damals vor Kraft und Gesundheit nur so strotzende Papst 1980, dass man jederzeit mit dem Tod rechnen müsse. Bereits ein Jahr später bewahrheitete sich dies durch ein Attentat. 1982 ergänzte er sein Testament erneut: „Das Attentat auf mein Leben am 13.V.1981 hat auf gewisse Weise bestätigt, dass die Worte, die ich in der Zeit der Exerzitien von 1980 geschrieben habe, zutreffend waren. Umso tiefer spüre ich, dass ich mich vollständig in Gottes Händen befinde – und ich bleibe weiterhin zur Verfügung meines Herrn, während ich mich Ihm in Seiner Unbefleckten Mutter anvertraue (Totus Tuus).“ Schöner kann man eine angemessene Marienverehrung kaum beschreiben, deren Grundprinzip „durch Maria zu Christus“ lautet.

Diesem Gedanken folgt auch der Rosenkranz, der zum guten Ton jedes katholischen Glaubenslebens gehören sollte. Über diesen schrieb Johannes Paul II. 2002, zum Beginn des 25. Jahres seines Pontifikates: „Tatsächlich ist der Rosenkranz … ein zutiefst christologisches Gebet. In der Nüchternheit seiner Teile vereinigt er in sich die Tiefe der ganzen Frohen Botschaft, für die er gleichsam eine Kurzfassung ist. … Mit dem Rosenkranz geht das christliche Volk in die Schule Mariens, um sich in die Betrachtung der Schönheit des Antlitzes Christi und in die Erfahrung der Tiefe seiner Liebe einführen zu lassen. In der Betrachtung der Rosenkranzgeheimnisse schöpft der Gläubige Gnade in Fülle, die er gleichsam aus den Händen der Mutter des Erlösers selbst erhält.“ (Rosarium virginis mariae, Nr. 1.)

Im Oktober sind wir wieder besonders eingeladen, in diesem Gebet die Liebe Christi zu betrachten und uns Ihm in Seiner Mutter anzuvertrauen.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Rosenkranzmonat

Ihr

P. Jörg Weinbach OT
            (Kirchenrektor)

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THEMA GLAUBEN – VORTRÄGE IN DEUTSCHORDEN

Dienstag, 16. Oktober, 19.30 Uhr
Dr. Hanns-Gregor Nissing

Hl. Johannes Paul II.  – Staunend vor dem Menschen
Zum 40. Jahrstag der Wahl zum Papst
An der Wurzel des Denkens und Wirkens Karol Wojtylas als Philosoph und Priester, als Bischof und Papst stand das Staunen vor dem Menschen. Alle Päpste haben von Gott geredet, keiner hat so viel vom Menschen gesprochen wie Johannes Paul II. – Mit seinem „christlichen Humanismus“ hat er der Kirche einen Reichtum hinterlassen, der noch weithin unentdeckt ist.

Am 40. Jahrestag seiner Wahl zum Papst wird Dr. Hanns-Gregor Nissing allen Interessierten das Vermächtnis Johannes Pauls II. für unsere Zeit näherbringen.

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